Mikrowellenbiskuit

Jetzt denkt ihr euch vielleicht: Mikrowellenbiskuit? Macht man eine Biskuitroulade jetzt schon in der Mikrowelle? Nein, macht man nicht.

Mikrowellenbiskuit hat an sich nicht wirklich etwas mit Biskuit zu tun. Denn bis auf Ei, Mehl und Zucker als Zutaten haben die beiden nichts gemeinsam.

Normaler Biskuit ist sehr flaumig und enthält kein Backpulver. Wird vor allem für Rouladen oder Obsttorten hergenommen. Aber bilden auch die Basis für Punschkrapfen.

Mikrowellenbiskuit (Moss Sponge Cake) dient der Dekoration an Torten und kommt ursprünglich aus der Molekularküche. In kleine Stücke zerteilt verwendet man dies als Moos, Blätter, Korallen oder einfach als Füllung von Zwischenräumen.

Mikrowellenbiskuit

Daher fällt der heutige Beitrag auch nicht unter ein Rezept oder Tutorial, sondern eine Technik und fällt daher in die Kategorie “12 Monate, 12 Techniken“. Unglaubliche 6 Monate sind schon vergangen in diesem Jahr, daher sind wir schon bei der Hälfte der Techniken angelangt.

Was benötigt man?

  • 1 Ei (Zimmertemperatur)
  • 12g Zucker
  • 30g Glucosesirup*
  • 25g Mehl
  • 5g Backpulver
  • Lebensmittelfarbe (Pulver verteilt sich schlechter als Gelfarbe. Wenn daher die Gleichmäßigkeit keine Rolle spielt, sind beide Arten gut geeignet)
  • Plastik- oder Papierbecher für die Mikrowelle

Wie macht man Mikrowellenbiskuit?

  • Das Ei mit dem Zucker mit dem Handmixer schaumig aufschlagen
  • Glucosesirup hinzufügen, weiterschlagen
  • Mehl und Backpulver darüber sieben
  • vorsichtig unterheben
  • Lebensmittelfarbe dazu geben (weiterhin vorsichtig, damit es nicht zusammenfällt)
  • Nun in den Becher einfüllen – Achtung: Maximal bis zur Hälfte füllen, sonst sieht es anschließend so aus:
Biskuit übergelaufen
  • der Teig geht stark auf, daher unbedingt darauf achten, dass es nicht zu voll wird! Lieber auf mehrere Male arbeiten. Ich habe in Summe 3 Becher gefüllt mit 1 Menge der Masse.
  • Ich habe die leeren Fettglasurbecher von Dr. Oetker* verwendet, da die auf jeden Fall für die Mikrowelle geeignet sind und ich keine bestimmte Form benötigt habe.
  • Geht aber auch mit normalen Plastikgetränkebecher oder aus Papier. Auch die selbststehenden Muffinspapierförmchen* eignen sich gut. Es sollte jedoch eine flexible Form sein (kein Glas oder ähnliches)
  • Anschließend bei 800 Watt für 40 Sekunden in die Mikrowelle
  • Diese Zeitangabe ist seeeehr variabel! Je nachdem wie voll der Becher ist, als auch die tatsächliche Leistung der Mikrowelle spielen hier eine große Rolle. Daher kann es länger, aber auch kürzer dauern.
  • Nun den Becher stürzen und auskühlen lassen. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass ich mir persönlich leichter tue, wenn der Mikrowellenbiskuit noch etwas warm ist. Es lässt sich leichter brechen. Wenn es kalt ist, wird es teilweise hart oder zäh, lässt sich nicht mehr brechen, nur schneiden.
  • Sollte es nicht gleich beim ersten Anlauf gut klappen, dann einfach nochmals probieren. Die Menge ist so gering, dass nicht viel Geld in die Zutaten fließt.
Mikrowellenbiskuit Blätter
Hier habe ich es als Blätter benutzt. Einfach um diese nur anzudeuten.
Mikrowellenbiskuit Moos
Hier dient es als Moos oder als Auflockerung zwischen den Rosen.

Viel Spaß beim Nachmachen! Ich würde mich über euer Feedback freuen.

Euer Tortenzwerg 🙂

*) Die Dinge, die mit einem Stern hinter dem Wort gekennzeichnet sind, sind Affiliate Links. Das bedeutet, dass wenn ihr sie kauft, ich eine kleine Provision erhalte. Euch kosten Sie daher aber nicht mehr. Es dient auch dazu, damit ihr euch die Produkte besser vorstellen könnt und ihr wisst, mit was ich arbeite.