Tortenquatsch mit Sebastian Kronseder

Sebastian Kronseder ist ein sehr liebenswerter typischer Bayernbub. Bekannt wurde der sympathische Deutsche durch die Sat1 Show “das große Backen”.
Hier ist er wahrscheinlich vielen durch seine lockere Art und seinem Dialekt in Erinnerung geblieben.
Ich durfte Sebastian einige Fragen stellen, die euch noch mehr die Person hinter den Kulissen näher bringt.

Sebastian_Kronseder

  • Sebastian, durch “das große Backen” auf Sat1 2016 wurdest du bekannt. Wie kam es dazu, dass du dich beworben hast?

Es war seit der ersten Staffel mein Traum einmal in das Backzelt zu gehen, um zeigen zu können, was ich so mache. Die Sendung hat mir schon immer gefallen und dann hab ich mich einfach beworben, beim Casting einen guten Run gehabt und natürlich auch riesen Glück bei so vielen Bewerbern.

  • Wie war es für dich, dass von heute auf morgen Fernsehen und Radio an dir interessiert waren?

Es war eine sehr schöne, aber auch stressige Erfahrung, weil ich ja jetzt kein anderer Mensch bin, nur weil ich im TV ein bisschen gebacken habe.

Die Leute nehmen das aber anscheinend anders wahr. Ich bin immer noch überrascht wenn jemand kommt und sagt: kann ich ein Bild mit dir machen oder ein Autogramm haben, da ich nur ein Hobbybäcker bin, der das, was wer macht, gerne macht 😉

  • Du hast dich im Zelt mit deinen Kollegen und dem Team sehr gut verstanden. Sind dadurch auch Freundschaften herangewachsen? Hast du noch Kontakt zu den Mitstreitern?

Das erste Jahr nach der Sendung hatten wir täglich Kontakt, das Ganze ist natürlich wieder abgeflacht, weil ja jeder sein Leben wieder weiter lebt.

Mit Nico habe ich noch am meisten Kontakt, ansonsten freue ich mich natürlich, wenn wir uns auf Messen sehen und quatschen.

Wir denken alle an die schöne Zeit im Zelt zurück.

  • Du strahlst den typischen Bayernbub aus, egal ob mit Sprache oder Kleidung. Könntest du dir vorstellen an einem anderen Ort der Welt zu wohnen?

Man sagt: “Heimat ist da wo das Herz ist”. Ich muss schon sagen, dass ich gerne ein Landei bin. Ich genieße die Ruhe, wenn ich mit einer Tasse Kaffee auf meiner Terrasse sitze und meinen Kindern beim Spielen im Garten zuschauen kann. Rundum Natur pur. Ich bin soviel unterwegs, dass ich froh bin, meinen Ruhepunkt zuhause zu haben.

Allerdings ist einer meiner größten Träume, mal eine Weltreise zu machen, weil ich alles sehen will. Aber leben, will ich schon hier in Bayern 😉

  • Was mich besonders fasziniert an dir, ist deine unermüdliche Lernbereitschaft. Du hast schon sehr viele Dinge ausprobiert im Bereich Küche, bist jedoch am krönenden Abschluss, dem Dessert, hängen geblieben. Warum ist es genau das, das dir am Besten gefällt?

Ich hab schon als junger Mensch gesagt, wer sich breit aufstellt, kann sich aussuchen wo er mal arbeiten will und genauso war es.

Ursprünglich wollte ich, wie mein Opa, Konditor werden, aber als 15-Jähriger will man nicht in der Backstube stehen, wenn deine Freunde am Wochenende Party machen und dann hab ich mir einen Beruf ausgesucht, indem man kreativ sein kann und trotzdem sich in die süße Richtung weiterentwickeln kann. Der Koch.

Der Beruf hat mir sehr Spaß gemacht und das Spektrum ist so unfassbar groß, was man alles erlernen kann. Für mich war schon immer die Optik im Vordergrund.

Drum habe ich auch mit dem Obst und Gemüseschnitzen begonnen. Diese Neugier treibt mich nach wie vor an. Immer dieses: “ach, da geht noch was.”

Und es is so schön so viele andere Begeisterte kennenzulernen, die auch dieses tolle Hobby haben.

  • Gemüseschnitzen gehört auch zu deinen besonderen Fähigkeiten, die du auch in Kursen weitergibst. Ich stelle mir das sehr knifflig vor. Wenn da etwas weggeschnitten wurde, ist es weg. Bei den Torten kann man dann doch das eine oder andere wieder ankleben.
    Wie kann man sich so einen Workshop vorstellen? Alle mal fleißig Kartoffel schälen und dann geht es los? (lacht)

Ich beginne meistens mit einer Karotte und zeige den Leuten verschiedene Techniken. Klar geht am Anfang viel schief, weil, wie du schon sagst: “wenn weg, dann weg”. Aber jeder muss sich mal an seine erste Torte zurückerinnern. Ich denke, da schlägt jeder die Arme übern Kopf zusammen.

Man muss beim Schnitzen vorher schon das fertige Bild im Kopf haben und dann loslegen. Das ist total spannend, weil jeder Schnitt genau überlegt sein muss.

  • Airbrush ist auch eine Technik, die du fokussierst. Warum gerade diese? Ist Airbrush etwas, das du als deine Passion bezeichnest oder gibt es noch weitere Techniken, die du gerne an Torten anwendest?

Ich liebe das Airbrushen. Ich mag diese weichen Farbverläufe, die tollen Effekte, die du mit so wenig Aufwand hinbekommst. Die Farben, wie sie sich vermischen und die Bilder, die dabei entstehen. Mir gefallen immer die begeisterten Blicke, wenn bei Demos der: “Ahhhhh, wie cool”-Effekt kommt.

Und wenn ich es den Leuten zeigen und beibringen kann, damit sie sehen, es ist gar nicht so schwierig, wenn man weiß wie.

  • Vor Kurzem hast du eigene Produkte auf den Markt gebracht: Stencils. Kannst du uns etwas darüber erzählen? Was kann man damit tun, warum sollte man sie kaufen?

Ja, ich bin praktischer Anwender und sage immer, es muss einfach funktionieren. Deshalb habe ich mit Dekofee super tolle Stencils entwickelt. Die kannst du nehmen für Royal Icing, Airbrush, Chocolate colouring und und und. Durch die flexible Folie kannst du sie auch wunderbar über Kanten legen.

Ich bin begeistert von den Schablonen und hab schon neue Designs im Kopf. Kaufen kannst du diese bei Backtraum, Backfeuer und Crazy sweets 🙂

Stencil Dekofee

  • Wie kann man sich dich privat vorstellen? Was sind deine Hobbys?

Laut meinem Hobby müsste mein Tag 48 Stunden haben und die krieg ich auch noch voll.

Meine Familie steht natürlich an erster Stelle. Das Backen und Dekorieren nimmt eigentlich am meisten Zeit ein, außerdem bin ich noch Karatetrainer. Diese Kampfkunst mach ich schon über 25 Jahre und gehört zu meinem Leben dazu. Zudem habe ich noch Oldtimer, die mich auch sehr interessieren und begeistern.

Grundsätzlich mag ich alles, bei dem man sich bewegen kann. Radfahren, Wandern etc. Sport ist bei mir mein Ausgleich für die stressige Arbeit. Das schafft die Balance und gibt mir diesen good Vibe.

  • Du wirkst immer glücklich, ausgeschlafen, gut drauf. Hast du ein Lebensmotto? Kannst du dazu beisteuern, dass auch wir von diesem positiven Vibe etwas abbekommen? Welche Tipps hast du?

Mein Lebensmotto ist: “Non sognare la tua vita, ma vivi i tuoi sogni”. Dieses hab ich auch auf meine Wade tätowiert, mit einem offen Auge, in einer Sonne. Träume nicht dein Leben, lebe deine Träume, mit offenen Augen durchs Leben gehen, mit der Sonne in deinem Herzen. Mit Feuer Begeisterung zeigen, für das, was du machst und tust.

Ich bin gaaaaaanz selten mal schlecht gelaunt. Sollte ich das sein, mache ich Sport schon gehts mir besser. Ich sag immer, man soll das Leben genießen. Man hat ja nur das Eine. Und solange alle um mich rum gesund sind, gehts mir gut 😉

Zum Schluss möchte ich mich für das Interview bedanken und ich freu mich, dass ich in der tollen Welt der Tortendekoration mitspielen darf. Aber ein weiteres Lieblingsmotto hat ein großer Visionär ausgesprochen: “If you can dream it, you can do it” – Walt Disney.


Wer mehr über Sebastian erfahren möchte oder einen Kurs bei ihm buchen will, um ihn selbst kennenzulernen, schaut am besten auf seiner Homepage oder Facebook-Seite vorbei!

Auf diesem Weg bedanke ich mich für dieses äußerst nette Interview! Es freut mich, dass ich dich kennenlernen durfte!
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