Tutorial: Masken in 3D

Liebe  Leser,

heute zeige ich euch, wie ich mein “Meisterwerk” gemacht habe für den Wettbewerb in der Kategorie 3D Torte auf der Kuchenmesse 2015 in Wels.

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Zuerst habe ich 4 Böden gebacken, jeweils mit einer 1,5-fachen Masse.

Mein Teig war ein Wunderkuchen mit Orangensaft. Wahrscheinlich hätte sich eine dickere Flüssigkeit besser geeignet zum Schnitzen, aber der Orangensaft musste einfach weg, wir haben noch so viel zu Hause von Silvester.

Parallel habe ich eine große Menge dunkle Ganache gemacht, sprich 750ml Schlagobers mit 1.500g Kochschokolade.

Ich habe dann einen Kuchen auf das Board gelegt, Ganache drauf, Kuchen drauf, Ganache drauf…

Danach habe ich ganz dünn eine Schicht Marillenmarmelade aufgetragen, damit der Kuchen nicht so extremst bröselt. Ich hätte ihn auch 2 Tage stehen lassen können, hätte den gleichen Effekt gehabt, aber die Zeit….

Und darauffolgend habe ich begonnen zu schnitzen. War eine ganz schöne Überwindung diesen Tortenhaufen nun anzuschneiden. Es könnte ja sein, dass man zuviel wegschneidet – dann wärs weg. Und wie bekommt man es dann wieder dran? Das waren die Gedanken.

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Danach kam eine dünne Schicht Ganache, dann eine etwas dickere und schlussendlich habe ich aus der Ganache begonnen Mund, Augen und Nase zu formen.

Musste zwischendurch natürlich immer gekühlt werden, weil die Schokolade immer wieder schmilzt, wenn man lange damit direkt mit den Händen modelliert.

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Nach dem groben Einganachen habe ich die Schokolade richtig fest werden lassen und danach es noch feiner gemacht, damit der darauffolgende Fondant von Haus aus schon glatter liegt und möglichst wenige Dellen hat.

In die Augenhöhlen habe ich weißen Fondant gegeben, diesen danach mit schwarzer Lebensmittelfarbe geairbrusht. Der Hintergedanke war, dass wenn ich danach den Fondant über die kompletten Masken ziehe, dass ich die Augen ausschneide und der Hintergrund wieder schwarz erscheint.

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Und jetzt kam die große Herausforderung: Den riesen Pack Kuchen mit einem Satz eindecken!

Ausgerollt habe ich den Fondant – ich schätze – mit einem Durchmesser von 80cm.

Und dann musste es schnell gehen: über die Torte legen und überall grob glätten, danach etwas genauer, damit der Fondant nicht zu reißen beginnt. Ich verwende zwar Massa Ticino Tropic, doch auch der kann natürlich reißen, wenn man zu lange herumtut.

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Und jetzt kommt die Farbe! Das hat mir am meisten Spaß gemacht, ich liebe Farbe!

Ich habe alles Freihand auf die Torte gemalt.

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Die Augenbinde habe ich zuerst gemalt, danach auf das Gesicht angebracht und danach die Augen ausgeschnitten.

Zwischendurch habe ich die Deko vorbereitet, wie die Schmetterlinge, passend zum Gesicht, und die Rosen. Auch hier wieder farblich abgestimmt.

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Die Deko-Elemente der Musikmaske habe ich mit Transferfolie gemacht: Eine Notenseite auf die Transferfolie mit Lebensmitteldrucker gedruckt, danach mit einem Bügeleisen auf Blütenpaste aufgebügelt. Normal hätte ich es auf Fondant mit CMC gemacht, jedoch war die Zeit schon mehr als knapp, daher die Blütenpaste.

Den Hut habe ich mit Rice Krispie-Masse gemacht und dunkler Ganache. Die braune Farbe ist wieder Airbrush.

Die Blumen an der bunten Maske sind mit Eiweißspritzglasur, sprich Royal Icing, gemalt. Die Ränder habe ich mit schwarzer Farbe nachgezogen, um sie optisch in den Vordergrund zu setzen.

Und dann gings schon ans Zusammenbringen der einzelnen Elemente und das ist daraus entstanden:

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Das Board habe ich noch mit einem Royal Icing-Meer bedeckt.

Wenn ihr die Masken nachmacht, würde ich mich natürlich über ein Foto freuen!

LG

Euer Tortenzwerg 🙂

 

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