Pralinen zum Muttertag

Am vorigen Sonntag haben wir in Österreich Muttertag gefeiert. Meine glorreiche Idee etwas neues auszuprobieren, hat sich nicht als einfach erwiesen. Hätte ich einfach Kuchen gebacken, wäre ich zwar um Erfahrung ärmer, aber zeitlich schneller gewesen.

Ich wollte unbedingt Pralinen ausprobieren.

Habe aber meine Mama schon vorgewarnt: “Ich probiere etwas. Wenn es nichts werden sollte, bekommst du einfach einen Berg Schokolade”. Naja, wurde dann doch halbwegs was.

Mein Plan war, dass ich meine Mama, meine Schwiegermama und meine Schwiegeroma mit Pralinen beglücke. Somit benötige ich 3 Verpackungen.

Ich wollte 4 unterschiedliche Pralinen machen:

  • weiße Himbeer-Trüffel
  • Latte Macchiato-Pralinen
  • Milchcreme-Trüffel
  • Eierlikörtrüffel

Gut – mein Gedanke war ja: “Kann ja nicht so schwer sein, wenn man eh schon einen fertigen Hohlkörper verwendet”. Ähh… falsch gedacht.

Auch die Aussage beim Demoworkshop von Marianne Daubner auf der Kuchenmesse in Wels “die Kunst ist es, nur ein ganz kleines Füßchen zu haben” hat sich bewahrheitet: Es ist schon schwer genug den Hohlkörper nach dem Tunken noch rund zu haben, da habe ich über den Fuß gar nicht mehr nachgedacht.

Aber fangen wir von vorne an, Schritt für Schritt, wie es sein sollte:

  • Masse für das Innere erstellen
  • Masse in den Hohlkörper füllen
  • Hohlkörper mit Schokolade verschließen
  • Hohlkörper in Schokolade tunken

Ich habe meine Bestandteile bei Pati-Versand bestellt.

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geschmolzene Schokolade, Thermometer, gehackte Schokolade

Die Kunst, die richtige Temperatur zu erwischen, ist die Kunst an sich.

Teilweise wurden meine Hohlkörper Schwammerl, dann haben sie Löcher bekommen, dann lässt sich die Öffnung nicht schön schließen, dann ist die Schokolade schon hart geworden, ich musste aber noch in rosa wälzen, dann war die Schokolade noch zu heiß, dann war die Schokolade bereits zu kalt…

Ich habe in Summe für 90 Pralinen 7 Stunden gebraucht. Wäre ich in den Supermarkt gegangen, hätte ich 1 Minuten damit verbracht 😀 Aber für die Mama macht man doch alles 🙂

Hier mal ein paar Bilder vom Pralinen verschließen. Bei den Eckigen war es immerhin 1 Schöne von 21.

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Für das Tunken gibt es ein Spezialwerkzeug. Mit dem “Löffel” bin ich gar nicht klar gekommen, die Gabel ging dann schon ein bisschen besser.wpid-20150509_134728.jpg

Das meine ich mit “wäre schön, wenn sie einfach rund bleiben würden”:

Das Abtropfen am Spezialpralinengitter.wpid-20150509_131646.jpg

Und hier nun das fertige Ergebnis:

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Mein Fazit:

Gut, dass man bei den Förmchen, die man nicht mehr Tunken muss, nur von oben betrachtet und nicht von unten und bei den anderen beiden konnte man es mit der Außendeko auch verzieren, dass man die Fehlerchen nicht sieht.

Somit hat es schlussendlich gut ausgeschaut und hat viel besser geschmeckt als fertig gekauft.

War somit ein besonderes Geschenk und ich möchte es beim nächsten Anlass gerne nochmals probieren mit anderen Sorten!

 

LG

Euer Tortenzwerg 🙂

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